Mit ‘Streaming’ getaggte Artikel

Filme auf der Spielkonsole – Ein kurzer Vergleich

Montag, 05. Januar 2009

Der Aufhänger für dieses Posting ist die Meldung von Nintendo, wonach man ab sofort auf der Wii Videos ansehen kann.
Grund genug, um einmal den derzeitigen Markt bzw. die drei großen Player Sony, Microsoft und Nintendo und ihre Konsolen PlayStation 3, Xbox 360 und Wii im Bereich Videofähigkeit zu scannen.

Die Xbox 360
Bereits seit einiger Zeit arbeiten das amerikanische Unternehmen Netflix und Microsoft zusammen, um es Besitzern einer Xbox 360 in den USA zu ermöglichen, Filme aus dem Sortiment der Videothek online abzurufen und über das Heimkino in höchster Qualität zu genießen. Das berichtete vor einigen Monatenh die Nachrichtenagentur Reuters.

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Doch auch die deutschen Xbox 360 User kommen in Filmgenuss. So bietet Microsoft bietet in Deutschland einen Video-on-Demand-Service an. Über den Onlinestore Xbox Live können Xbox 360-Besitzer Filme herunterladen. Filme in normaler Auflösung kosten 3 Euro, HD-Filme schlagen mit 4,50 Euro zu Buche. Einmal heruntergeladen, hat der Kunde 14 Tage Zeit, den Film einmal anzusehen.

Die PlayStation 3
Sonys Multimedia-Station war von Anfang an nicht nur als Gaming-Hub konzipiert. Es war klar, dass der Empfang von Bewegtbildinhalten eine zentrale Rolle einnehmen wird, sobald sich die PlayStation 3 im Markt etabliert hat.
So wurde für die PS3 ein DVB-T-Empfänger namens “PlayTV” auf den Markt gebracht, mit dem die PS3 dank der schon integrierten Festplatte zum Videorecorder mit umfangreichen Funktionen ausgebaut werden kann.
Wer jedoch auf exklusiven Content abseits des klassischen TVs steht, ist bei der PS3 auch richtig. Neben der Videokonsole bietet das Gerät auch den Zugang zu TV via Online-Stream. Für diesen hat Sony ein eigenes Online-Stream-Portal eingerichtet, auf dem die Nutzer Filmchen in messerscharfer Bildqualität sehen können. Das Besondere hierbei ist die Technik. Durch ein Software Rescaling kann der User ein Video von geringer Qualität und Auflösung bis hin zu HD-Auflösung hochrechnen lassen.
Noch einen Schritt weiter geht Qore. In dem Videomagazin informiert Sony interessierte Gaming-Fans über neueste Entwicklungen auf der Plattform, beleuchtet den Produktionsprozess und gibt eine Vorschau auf neue Spiele. Qore ist zunächst nur PS3-Besitzern in den USA über den offiziellen PlayStation-Store zugänglich. Wer das Videomagazin sehen will, muss dafür 2,99 Dollar pro Folge oder 24,99 Dollar für ein Jahresabo bezahlen.

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Dass Sony groß denkt, ist spätestens seit dem Launch von “Life with PlayStation” klar. Sony bietet damit nun auch eine Form von Fernsehen an und hat den ersten PS3-eigenen TV-Channel gelauncht. Besitzer der PlayStation 3 installieren dafür zunächst über ein Update von Folding@Home den neuen Dienst. Sie erhalten damit die Möglichkeit, auf Nachrichten und Informationen aus aller Welt zuzugreifen. Für die Inhalte kooperiert Sony mit anderen Anbietern wie AFP und Google News. So kann man über die Konsole stets auf dem Laufenden bleiben, was auf der Welt gerade passiert.

Und wenn man seine gespeicherten Clips mitnehmen will, hat Sony auch eine Lösung gefunden. Besitzern der PS3, die Blu-ray-Filme abspielen kann, wird durch die neue Firmware die Möglichkeit geboten, eine sogenannte Managed Copy von Medien, die auf der PS3 abgespielt werden, anzufertigen. Diese Kopie kann direkt auf die Handheld-Konsole Playstation Portable oder kurz PSP portiert und dort abgespielt werden. Voraussetzung für den mobilen Filmgenuss ist ein entsprechend dimensionierter MemoryStick in der PSP.

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Sollte das Geld nicht für die PS3 reichen, soll in Zukunft auch die Investition in eine PSP reichen, um Filme on Demand genießen zu können.
So kündigte das Unternehmen an, in Partnerschaft mit dem englischen Fernsehsender Sky einen On-demand-Service für die PlayStation Portable zu starten. Dazu wird über den Service Go!View die Sendung zunächst auf den PC und von dort auf die PSP übertragen. Der Nutzer kann den Service für 30 Tage kostenlos testen und sich dann entweder für verschiedene Abonnementspakete entscheiden oder die Filme und Sendungen künftig einzeln auswählen und bezahlen.

Die Wii
Bei einer solchen Konkurrenz wird es schwierig für Nintendo, auf der im Vergleich zu den anderen beiden Konsolen technisch schwachen Wii ein vernünftiges und konkurrenzfähiges Videoangebot zu starten. Erste Vorzeichen gab es bereits vor etwa einem Jahr. Damals startete Nintendo StumbleUpon für die Wii. Dabei handelt es sich um den Vorreiter des Social Tagging. Mittels einer Toolbar im Browser können User Seiten empfehlen und bilden so immer mehr ihr Profil aus. Auf einer eigenen Profilseite sind die Lieblingswebseiten der User einzusehen; so baut sich das Social Network Schritt für Schritt durch die Interessen der User aus. Das beliebte StumbleUpon Video, bei dem wie bei den Webseiten Videos bewertet und empfohlen werden, ist seit einiger Zeit für die Wii verfügbar.

Nun setzt Nintendo auf ein anderes Rezept. So heißt es in der Golem-Nachricht: “In Kooperation mit Nintendo will Dentsu ein umfangreiches Angebot an Videos auf die Spielekonsole Wii bringen. Anders als auf Xbox Live oder Playstation Network soll es auf der Wii keine Kinofilme und TV-Serien, sondern eigene produzierte Inhalte geben.”
Im Frühjahr 2009 soll der Dienst starten, vorerst allerdings nur in Japan. Betreut wird das Vorhaben von Dentsu, die auch in Europa einen großen Ableger haben, was Hoffnung auf mehr auch hierzulande macht.
Man darf gespannt sein!

Unser Trendbook2010 bietet übrigens unter anderem auch nähere Informationen zu den Themen Next Generation Spielkonsolen, Triple Play und Connected Livingroom

Die Zukunft des 3D-Films

Samstag, 08. März 2008

… könnte so aussehen: U2 3D

Vor einiger Zeit hatte ich über 3D-Kino gebloggt. Nun hatte ich mal wieder die Möglichkeit, einen 3D-Film zu sehen.

Ich möchte in diesem Posting etwas ungewöhnliches machen und eine kurze Rezension zum neuen Konzertfilm U2 3D schreiben, den ich heute in einer Pressevorführung erleben durfte und der am 13. März deutschlandweit in den 3D IMAX-Kinos

Die weltweit bekannte Band um Leadsinger Bono hat bei Auftritten in Südamerika im Rahmen der Vertigo-Tour die Kamera mitlaufen lassen. Das allein ist noch nichts Neues.
Da es sich um spezielle Kameras handelte, sind 3D-Bilder entstanden, die das Publikum in dem rund 90 Minuten dauernden Mitschnitt dank der Brillen und des tollen Sounds im IMAX-Kino hautnah dabei sein lassen, wenn U2 ihre besten Songs, darunter “One”, “With or Without You”, “Where The Streets Have No Name” oder “Sunday Bloody Sunday” vor einer gigantischen Menschenmenge präsentieren.

Dank der innovativen Filmtechnik möchte man am liebsten mitklatschen und mitsingen, wenn die Fans begeistert ihre Handy in die Höhe reißen und mit Bono im Chor singen.
Immer wieder wechselt die Perspektive mitten ins Publikum und man kann seinen Vordermann im Kino nicht mehr von den Konzertbesuchern unterscheiden.
Es ist, als würde man live beim Gig dabei sein, nur ohne den Schweiß und die anderen Besucher die einem im Takt auf die Füße treten.

Anstatt sich also mit typischen Konzertproblemen herumzuschlagen kann man sich komplett auf die grandiose Musik von Bono, The Edge, Adam Clayton und Larry Mullen konzentrieren, denen man auf der knapp 600 Quadratmeter großen Leinwand durch die 3D-Brillen zum Greifen nahe kommt. U2 3D gibt wahren U2-Fans, die die Vertigo Tour verpasst haben oder aus anderen Gründen nicht dabei waren, die Möglichkeit, die irische Band fast schon übernatürlich nah zu erleben, und das noch dazu relativ günstig. DerFilm hilft beim Geldsparen. Immerhin sind die Tickets für ein U2-Konzert dann doch nicht die günstigsten und für das Kinoticket bekommt man eine absolut geniale 90-Minuten-Show geboten, die einem Live-Konzert kaum mehr nachsteht.

Leider gibt es im Kino der Zukunft, als das man das 3D-IMAX-Kino am Potsdamer Platz durchaus bezeichnen kann, keinen Vorspulbutton. Den würde man nämlich am liebsten manchmal drücken, wenn Messias Bono zwischendurch immer wieder seine Weltretter-Sprüche loslässt.
Wir haben es schon verstanden Herr Bono, nur gemeinsam können wir die Welt vor dem Untergang retten. Ein paar Kinotickets für diese Botschaft zu verkaufen, wäre ihm aber vermutlich doch ganz recht.

Ignoriert man die platten Messages zwischen den Songs, bietet U2 3D ein bisher nicht dagewesenes Erlebnis, das man sich nicht nur als U2-Fan auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Zum Abschluss hab ich hier noch das U2 3D Widget mit dem offiziellen Trailer zum Film und einem versteckten Easter Egg.

Klickt mal in der linken oberen Ecke etwa drei Sekunden mit der linken Maustaste, dann erscheint eine Eingabemaske.
Gibt man dort den Code “u23d” ein, bekommt man eine zusätzlichen Clip zum Film, genauer gesagt ein Interview mit dem U2-Bassisten Adam Clayton.

Weitere Informationen zum Film gibt es übrigens auf dem offiziellen Weblog.

In der Pressemappe ist übrigens ein interessantes Zitat der Online-Plattform The Star.com zu lesen: “This is the future of concert films”
Ich gehe einen Schritt weiter und behaupte: “This is the future of concerts at all”
In Zukunft werden 3D-Live-Streamings von Konzerten in IMAX-Kinosäle möglich werden, die einem weltweiten Publikum die Möglichkeit geben, an einem Gig von U2, Madonna, Pearl Jam, den Rolling Stones oder anderen Pop- und Rockgiganten quasi live und hautnah teilzunehmen, obwohl man sich womöglich am anderen Ende der Welt befindet.
Projekt wie Cinegrid, die an High-End Streams von Filmmaterial arbeiten, zeigen, dass wir uns auf dem besten Weg zu einer solchen Zukunft befinden.

Unser Trendbook2010 bietet übrigens unter anderem auch nähere Informationen zum Thema 3D Kino