Mit ‘Spiel’ getaggte Artikel

Hollywood greift Avatar-Trend auf

Dienstag, 04. August 2009

Zwei neue Filme beschäftigen sich mit dem Thema Avatar bzw. spielen in der realen Welt.
Auf sehr unterschiedliche und gewöhnungsbedürftige Art und Weise zwar, aber ein Posting war es mir allemal wert.

Nummer eins ist der Actionfilm Gamer, in dem es darum geht, dass Stäflinge zu einem Spiel gewzungen werden, in dem sie durch die Gedanken von Spielern in ein Schlachtfeld geführt werden, wo sie wie Schachfiguren ferngeseteuert einen Kampf ausfechten müssen.

Nicht nur die Figuren, sondern auch die Spieler werden zu Stars in einer morbiden Gesellschaft von übermorgen. Das ganze erinnert ein wenig an eine Mischung aus dem Arnold Schwarzenegger Film Running Man und dem Phänomen aus Japan und Korea, wo Spieler der E-Sports-League mittlerweile bekannter sind als mancher Hollywood-Star.

Der zweite Film ist Surrogates und beschäftigt sich mit exakt dem selben Thema. Mit dem kleinen Unterschied, dass hier nicht fremde Figuren auf die Straße geschickt werden, sondern exakte Abbildungen seiner selbst. Man schickt also einen Stellvertreter nach draußen, den man von zu Hause aus steuert. Man erlebt allerdings in seiner Steuerzelle die gleichen Dinge, die man auch erleben würde, wenn man draußen wäre.

Wer hat in Philosophie aufgepasst….? Platos Höhlengleichnis ist hier das uralte Vorbild. Martrix und The Truman Show hatten eine ähnliche Aussage.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die beiden neuen Filme sind! Film ab!

Cinegaming in 3D

Mittwoch, 01. Juli 2009

Nachdem Volvo vor etwa zwei Jahren Social Cinegaming betrieb und in 13 Kinosälen ein Auto vom Publikum steuern ließ, setzt O2 nun eines drauf uns lädt das Kinopublikum erneut zum Spielen ein, diesmal in 3D.

Der große Hype an 3D Filmen, die in diesem Jahr starten, hat auch dazu geführt, dass immer mehr Kinos mit digitalen Projektionssystemen ausgestattet werden, die dann auch 3D-Filme präsentieren können!

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O2 wird nun in 20 Kinos in Großbritannien zu den Filmen Ice Age 3, G-Force, Up und Toy Story 3D jeweils im Werbeblock das Spiel Asteroid Storm lancieren.
Darin müssen die Zuschauer aktiv werden und wie bereits bei Volvo kollektiv ein Gefährt (bei Volvo klarerweise ein Auto, hier nun ein Raumschiff) steuern.

In der offiziellen Meldung zur Aktion fand ich folgendes Zitat von Mike Hope-Milne, Enterprise Director, Pearl & Dean, sehr spannend:
“Cinema is becoming so much more than purely a venue to watch films. Consumers want a complete interactive experience and the new 3D game from O2 offers cinema-goers the chance to become truly immersed in the action. Year-on-year we are seeing an increase in the popularity of 3D cinema with more 3D films than ever being made to meet the demand.”

Das Projektuniversum zum Film

Montag, 16. Februar 2009

In einem Interview mit dem österreichischen Portal Futurezone hat folgende Aussage von Lance Weiler (von Seize the Media) meine Aufmerksamkeit erregt:

HIM” ist eine Kreuzung aus Film, Game und einer Mischung von Technologie und Design. Der Film steht dabei immer noch im Zentrum, aber rundherum schaffe ich ein ganzes Projektuniversum

Der junge Filmproduzent, dessen Erstlingswerk The Last Broadcast ich mir damals in einer Box mit The Blair Witch Project gekauft habe, hat ein neues Projekt gestartet, das er selbst als Transmedia-Projekt bezeichnet.
Transmedialität ist ein neuer alter Begriff, hinter dem sich jedoch aus meiner Sicht nicht mehr verbirgt als ein Alternate Reality Game mit Horrorelementen. In der Definition der Futurezone beinhaltet ein Transmedia Projekt wie HIM ein ARG, allerdings wird dann nur von einem Offline-ARG gesprochen, was ja nicht dem klassischen Ansatz eines Alternate Reality Games entspricht.

Die zentrale Ausgangsüberlegung:
“Wie kann ich eine Geschichte über mehrere Screens und verschiedene technische Geräte transportieren? Und wie kann ich dem Publikum dabei unterschiedliche Ein- und Ausstiegspunkte anbieten? Neben dem Kinofilm finden andere Storyelemente auf der Spielkonsole im eigenen Wohnzimmer statt. Es gibt Storyteile, die über das Mobiltelefon kommuniziert werden, und Online-Elemente.”

Laut Weiler, der sich als Produzent und Creative Mind hinter dem Projekt bezeichnet, hat das Spiel schon begonnen, obwohl noch nicht einmal mit der Produktion des Films begonnen wurde.
Lohnt sich auf jeden Fall, weiterhin ein Auge darauf zu werfen, besonders der Kinofilm dürfte spannend werden.

Internetbrowser im Spiel

Dienstag, 08. Juli 2008

Im neuen Teil der Grand-Theft-Auto-Reihe kann der Spieler mit der Hauptfigur Niko Bellic zusammen Internetcaf s besuchen, um sich so über Neuigkeiten in der imaginären Stadt Liberty City zu informieren. Auf Nachrichtenseiten und in fiktiven Blogs erfährt er so vom Nachhall seiner Untaten der letzten Tage in einem vorherigen Teil geschah das noch klassisch über das Autoradio. Um das Interneterlebnis vollkommen zu machen, gibt es sogar Werbebanner, die den User auf verschiedene Produkte und Services aufmerksam machen.

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Nuanti geht nun einen Schritt weiter und hat das Programm Meta entwickelt, mit dem es möglich ist, in einem Spiel Inhalte aus dem echten Internet anzuzeigen. Dadurch kann das Web in ein Computerspiel oder in eine virtuelle Welt direkt eingebunden werden.

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Im normalen Spiel oder in der virtuellen Welt ist ein Browserfenster sichtbar, durch das sich der Spieler oder Avatar durch das Netz im Netz bewegen kann. Dadurch werden ganz neue Möglichkeiten der Spielanwendung aufgezeigt.

Unser Trendbook2010 bietet übrigens unter anderem auch nähere Informationen zum Thema Convergence

In-Game Advertising – Best Practice

Dienstag, 19. Februar 2008

Der Action-Thriller Smokin’ Aces wurde in den USA zum Kinostart unter anderem in der virtuellen Welt von Second Life promotet.
Damals ließ Universal Pictures die User auf die Jagd gehen. Die klassische Promotionkampagne des Verleihers wurde um ein Game ergänzt, in welchem die User die Aufgabe erhalten, einander in der virtuellen Welt zu jagen. Als Kopfgeld gab es eine Million Linden-Dollar, was 3,750 US-Dollar entspricht.

Zum DVD-Start des Films war es wieder die dreiminensionale Spielewelt, auf die der Verleiher bei der Promotion setzte.
In der neusten Version des Ego-Shooter-Spiels “Counter Strike” wirbt IGA für den DVD-Start des Films.

Die Konvergenz zwischen Gaming- und Filmindustrie wurde über das Grundthema der beiden Titel, die Gewalt, geschaffen. Dadurch spricht das Hollywood-Studio seine Zielgruppe für den Film genau an dem Ort an, wo es Promotion-Aktionen bisher nicht erwartet hat. So macht In-Game-Advertising Sinn.

Hier auch noch ein Beispielclip aus dem Game Battlefield 2142 wo für einen Bourne-Film geworben wird.

Unser Trendbook2010 bietet übrigens unter anderem auch nähere Informationen zu den Themen Next Generation Spielkonsolen, In Game Advertising und Connected Livingroom

Alternative Reality Gaming als Filmpromotion 2.0-Tool

Dienstag, 19. Februar 2008

Bei meiner täglichen Lektüre des ORF-IT-Channels Futurezone, dessen Chefredakteur ich durch meine FH-Vergangenheit sehr gut kenne, bin ich vor ein paar Tagen auf einen äußerst interessanten Artikel zum Thema Alternative Reality Gaming gestoßen.

Bei dieser, von der amerikanischen Agentur 42 Entertainment mitbegründeten und stark vorangetriebenen viralen Promotionform werden multimediale Werbewelten erzeugt. Besonders beliebt ist die cross-mediale Schnitzeljagd, die die Agentur sehr gerne für Kunden aus dem Entertainmentbereich einsetzt.

Schon 2001 (!), also lange bevor O’Reilly dem Web 2.0 seinen Namen gab, setzte 42 Entertainment ein cross-mediales Alternative Reality Game zum Film Artificial Intelligence um. Dieses Spiel unter dem Titel „The Beast“ sollte innerhalb der weltweiten Zielgruppe der Warner Bros.-Produktion Buzz auslösen.

Begonnen hatte damals alles mit dem offiziellen Filmplakat. Darauf fand sich neben den üblichen Cast&Credit-Nennungen am unteren Rand auch der Name einer „Therapeutin für Maschinen mit Gefühlen“.
Schon bald fanden skeptische Fans heraus, dass zudem eine verschlüsselte Telefonnummer auf dem Plakat zu finden war.
Mit einem Anruf bei dieser Nummer startete der Fan das cross-mediale Game, bei dem es (wenn ich mich recht erinnern kann, wie auch im Film) um die Auflösung eines Mordes ging.

Mit immer neuen Hinweisen in und auf gefakten Websites, Fax- und Telefonnummern, Emails, Live-Events und Plakaten konnten die Fans in die Welt des neuesten Spielberg-Films eintauchen, noch bevor sie den Film gesehen hatten. Eine virale Promotion, die während ihrer Laufzeit von wenigen Wochen über drei Millionen Leute auf der ganzen Welt erreichte und auch in Foren (den heimlichen Vorgängern von Weblogs) stark diskutiert wurde.

Mit der Erwähnung in traditionellen Medien wie CNN, Time oder USA Today erreichte man schließlich auch die weniger Internet-affine Zielgruppe.

„The Beast“ ist damit also ein weiteres Beispiel, das eine Theorie aus meiner Diplomarbeit bestätigt, wonach erfolgreiche Filmpromotion (2.0) auch den Erfolg und den Einsatz klassischer Medien zur Bewerbung des Films voraussetzt.

Bei Wikipedia gibt es übrigens einen lesenswerten Beitrag über Alternative Reality Games inklusive einer ausführlichen Beschreibung der “Beast”Kampagne.

Unser Trendbook2010 bietet übrigens unter anderem auch nähere Informationen zum Thema Alternate Reality Gaming