Ich bin ein echter Fan von Augmented Reality Anwendungen, da ich in Ihnen die Zukunft des mobilen Bewegtbildinhalts sehe.
Allgemein spielen 2D-Barcodes in Zukunft ganz sicherlich eine zentrale Nutzung im Medienverhalten der Allgemeinheit.
Besonders in UK gibt es seit geraumer Zeit einige interessante Anwendungen aus diesem Bereich.
Ein interessantes Einleitungsvideo für AR steht bereits seit längerem bei Youtube bereit.
O2 hat in England zur Eröffnung einer O2 World auf die Technologie von Inition zurückgegriffen, wie man in diesem Video sehen kann…
… und schließlich zieht nun auch die BBC und ihr Radio 1 nach und integriert Augmented Reality in eine Aktion mit dem Titel Band in Your Hand.
Was passiert nun genau?
Die Band The Fratellis stellt sich selbst virtuell zur Verfügung, komprimiert auf einem 2D Barcode. Zu sehen ist ein Videoclip mit der Band. Dieser wird jedoch erst sichtbar, wenn sich die User die Software auf den PC downloaden und ihre Webcam aktivieren.
Die Fans der Band können entweder den Clip passiv genießen oder sich selbst mit dem Code bzw. dem darin verschlüsselten Clip abfilmen und auf diese Weise ein User Generated Musikvideo der etwas anderen Art zu produzieren.
Ich bin offiziell beeindruckt!
Mit Film 3.0 hat dieser Case insofern etwas zu tun, da hier eine Technologie eingesetzt wird, die ein an sich linear und nicht interaktives Medium, nämlich das Musikvideo, aufbricht und die typische Erzählstruktur interaktiviert.
Unser Trendbook2010 bietet übrigens unter anderem auch nähere Informationen zu den Themen QR-Codes, Mobile Content und Film 3.0
Vor einiger Zeit hatte ich über 3D-Kino gebloggt. Nun hatte ich mal wieder die Möglichkeit, einen 3D-Film zu sehen.
Ich möchte in diesem Posting etwas ungewöhnliches machen und eine kurze Rezension zum neuen Konzertfilm U2 3D schreiben, den ich heute in einer Pressevorführung erleben durfte und der am 13. März deutschlandweit in den 3D IMAX-Kinos
Die weltweit bekannte Band um Leadsinger Bono hat bei Auftritten in Südamerika im Rahmen der Vertigo-Tour die Kamera mitlaufen lassen. Das allein ist noch nichts Neues.
Da es sich um spezielle Kameras handelte, sind 3D-Bilder entstanden, die das Publikum in dem rund 90 Minuten dauernden Mitschnitt dank der Brillen und des tollen Sounds im IMAX-Kino hautnah dabei sein lassen, wenn U2 ihre besten Songs, darunter “One”, “With or Without You”, “Where The Streets Have No Name” oder “Sunday Bloody Sunday” vor einer gigantischen Menschenmenge präsentieren.
Dank der innovativen Filmtechnik möchte man am liebsten mitklatschen und mitsingen, wenn die Fans begeistert ihre Handy in die Höhe reißen und mit Bono im Chor singen.
Immer wieder wechselt die Perspektive mitten ins Publikum und man kann seinen Vordermann im Kino nicht mehr von den Konzertbesuchern unterscheiden.
Es ist, als würde man live beim Gig dabei sein, nur ohne den Schweiß und die anderen Besucher die einem im Takt auf die Füße treten.
Anstatt sich also mit typischen Konzertproblemen herumzuschlagen kann man sich komplett auf die grandiose Musik von Bono, The Edge, Adam Clayton und Larry Mullen konzentrieren, denen man auf der knapp 600 Quadratmeter großen Leinwand durch die 3D-Brillen zum Greifen nahe kommt. U2 3D gibt wahren U2-Fans, die die Vertigo Tour verpasst haben oder aus anderen Gründen nicht dabei waren, die Möglichkeit, die irische Band fast schon übernatürlich nah zu erleben, und das noch dazu relativ günstig. DerFilm hilft beim Geldsparen. Immerhin sind die Tickets für ein U2-Konzert dann doch nicht die günstigsten und für das Kinoticket bekommt man eine absolut geniale 90-Minuten-Show geboten, die einem Live-Konzert kaum mehr nachsteht.
Leider gibt es im Kino der Zukunft, als das man das 3D-IMAX-Kino am Potsdamer Platz durchaus bezeichnen kann, keinen Vorspulbutton. Den würde man nämlich am liebsten manchmal drücken, wenn Messias Bono zwischendurch immer wieder seine Weltretter-Sprüche loslässt.
Wir haben es schon verstanden Herr Bono, nur gemeinsam können wir die Welt vor dem Untergang retten. Ein paar Kinotickets für diese Botschaft zu verkaufen, wäre ihm aber vermutlich doch ganz recht.
Ignoriert man die platten Messages zwischen den Songs, bietet U2 3D ein bisher nicht dagewesenes Erlebnis, das man sich nicht nur als U2-Fan auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
Zum Abschluss hab ich hier noch das U2 3D Widget mit dem offiziellen Trailer zum Film und einem versteckten Easter Egg.
Klickt mal in der linken oberen Ecke etwa drei Sekunden mit der linken Maustaste, dann erscheint eine Eingabemaske.
Gibt man dort den Code “u23d” ein, bekommt man eine zusätzlichen Clip zum Film, genauer gesagt ein Interview mit dem U2-Bassisten Adam Clayton.
In der Pressemappe ist übrigens ein interessantes Zitat der Online-Plattform The Star.com zu lesen: “This is the future of concert films”
Ich gehe einen Schritt weiter und behaupte: “This is the future of concerts at all”
In Zukunft werden 3D-Live-Streamings von Konzerten in IMAX-Kinosäle möglich werden, die einem weltweiten Publikum die Möglichkeit geben, an einem Gig von U2, Madonna, Pearl Jam, den Rolling Stones oder anderen Pop- und Rockgiganten quasi live und hautnah teilzunehmen, obwohl man sich womöglich am anderen Ende der Welt befindet.
Projekt wie Cinegrid, die an High-End Streams von Filmmaterial arbeiten, zeigen, dass wir uns auf dem besten Weg zu einer solchen Zukunft befinden.
Unser Trendbook2010 bietet übrigens unter anderem auch nähere Informationen zum Thema 3D Kino
Malcolm Gladwell schreibt in "Der Tipping Point. Wie kleine Dinge Großes bewirken können" über das Phänomen der Mundpropaganda und wie sie über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.
Patrick Vonderau und Vinzenz Hediger vereinen in Ihrem Sammelband "Demnächst in ihrem Kino. Grundlagen der Filmwerbung und Filmvermarktung" Aufsätze bekannter Filmvermarktungsexperten zum Thema Filmwerbung und Filmpromotion.
Holm Friebe und Sascha Lobo zeichnen in Ihrem Buch "Wir nennen es Arbeit" das Porträt der modernen Arbeitsgesellschaft und gehen dabei auch auf die Themen Social Media, Web 2.0 etc. ein.
Wired-Redakteur Chris Anderson schrieb "The Long Tail - Der lange Schwanz" bereits vor einigen Jahren. Jetzt gibt es den Klassiker auch auf deutsch.
Rick Levine, Christopher Locke, David Weinberger und Doc Searls schrieben "Das Cluetrain Manifest. 95 Thesen für die neue Unternehmenskultur im digitalen Zeitalter" bereits lange Zeit vor Web 2.0. Doch erst jetzt werden die Thesen hochaktuell!
Robert Marich über "Marketing to Moviegoers" - Persönlich noch nicht gelesen aber bald
Daniela Kloocks Sammelband bietet interessante Beiträge u.a. von Thomas Elsaesser, Peter Glaser und Tom Tykwer zum Thema Zukunft Kino und Film-Gaming-Konvergenz
Don Tapscott über die Öknomie im Web 2.0 und ihre Öffnung dem User gegenüber - Wikinomics eben