Mit ‘IMAX’ getaggte Artikel

Offene Frage zum Thema 3D Film

Samstag, 06. Dezember 2008

Gestern war ich im 3D IMAX Kino in Berlin und habe mir dort die 2D Fassung von Madagascar 2 angesehen.
Das traurige daran: Zusammen mit meiner Freundin und mir waren wir 8 Personen in der Vorstellung, die in einem Saal gezeigt wurde, in den 560 Personen passen. Für eine (zwar späte) Freitagabendabenvorstellung (22:30 Uhr) war das mehr als Besorgniserregend.
Obwohl es für uns toll war, weil wir quasi eine Privatvorstellung dieses wirklich witzigen Films bekommen haben, habe ich mich ein wenig darüber gewundert.

Als ich mich nach der Vorstellung beim Personal erkundigte, woran das liegen könnte und ob es vielleicht die Uhrzeit sei, meinte der junge Mann nur, dass der Film seit seinem Start am Vortag in keiner einzigen Vorstellung mehr als 20 Leute anziehen konnte.
IMAX scheint also doch noch nicht ganz in der breiten Masse angekommen zu sein, was vielleicht auch an dem Preis pro Vorstellung liegen mag, der bei 10 Euro (bei Kauf an der Kasse) bis 12,10 Euro (bei Kauf im Internet) doch relativ hoch ist.

Die eigentliche Frage bezieht sich nun indirekt auch auf dieses Problem: Wenn ein (3D-)Film in seiner IMAX Version bereits keinen Gewinn abwirft, wo soll dieser dann sonst herkommen?
Während herkömmliche Produktionen wie Madagascar 2 oder The Dark Knight, der auch im IMAX lief, in der Kinoauswertung natürlich in den normalen Kinos den Löwenanteil des Umsatzes generieren und anschließend normalerweise noch einmal mindestens den gleichen Umsatz (meist aber noch viel mehr) in der DVD-Auswertung generieren, ist für 3D-Filme aufgrund mangelnder technischer Infrastruktur im Home Entertainment nach dem Kino Schluss.
Natürlich gelten für 3D Filme wahrscheinlich andere Auswertungsregeln als für “normale” Filme, dennoch würde es mich interessieren, wie es finanziell bei 3D-Produktionen aussieht und welche Möglichkeiten es neben dem Kino noch gibt, um diese Filme zu zeigen und Umsatz zu generieren.
Wer weiß etwas dazu? Ich würde mich sehr freuen, wenn wir über die Kommentarfunktion darüber sprechen könnten!

Unser Trendbook2010 bietet übrigens unter anderem auch nähere Informationen zum Thema 3D Kino

Interessanter Videobeitrag zum 3D Film

Montag, 01. Dezember 2008

Via Twitter wurde ich gerade auf einen interessantren Euronews-Beitrag aufmerksam gemacht, in dem sehr anschaulich und verständlich gezeigt wird, wie die Zukunft des Films in 3D aussieht.

Ich möchte dieses Posting zudem dann gleich nutzen, um auf die 3D-Kino Situation in Deutschland zu blicken.
Ende November erreichte mich eine Pressemitteilung zum Animationsfilm Fly Me to the Moon, einer europäischen Produktion der belgischen Produktionsfirma nWave Pictures. In diesem 3D-Film von Ben Stassen geht es um Fliegen, die – der Titel sagt es – zum Mond fliegen.

Derzeit sind bereits ca. 30 Kinos in Deutschland in der Lage, 3D-Filme zu spielen, in IMAX-Kinos und in Kinos mit digitalen Projektoren. Beinahe monatlich werden es mehr. Der Einstieg der großen Kinoketten in das 3D-Geschäft dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein. Die meisten dieser 3D-Kinos haben ein deutlich größeres Einzugsgebiet als normale Kinos, so dass sich die letzten Lücken der 3D-freien Gebiete im Jahr 2009 schließen werden.
Bundesweit haben im Jahr 2008 bisher bereits schätzungsweise 1,2 Millionen Zuschauer einen 3D-Film gesehen.
Diese Angaben stammen aus der besagten Pressemitteilung.

Das Unternehmen nWave Pictures wurde im Jahr 1992 in Brüssel gegründet und entwickelte sich schnell zu einer der größten 3D-Film-Produktionsfirmen der Welt. FLY ME TO THE MOON 3D hat weltweit bereits 30 Millionen US-$ eingespielt. FLY ME TO THE MOON 3D, der erste abendfüllende Film, der von Anfang an in 3D geplant wurde und ausschließlich in 3D gezeigt wird, setzt gewissermaßen den Startschuss für das Kinojahr 2009, das im Zeichen des 3D-Films stehen wird. Auch Hollywood setzt verstärkt auf die Zugkraft des 3D-Erlebnisses: So werden in Kürze die Animationsfilme „Bolt“, „Ice Age 3“, „Monsters vs. Aliens“, „Toy Story“ und „Shrek 4“ in die Kinos kommen. James Cameron arbeitet bekanntlich an „Avatar 3D“ und Peter Jacksons „Hobbit“-Verfilmung ist in 3D angekündigt.

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Die Zukunft des 3D-Films

Samstag, 08. März 2008

… könnte so aussehen: U2 3D

Vor einiger Zeit hatte ich über 3D-Kino gebloggt. Nun hatte ich mal wieder die Möglichkeit, einen 3D-Film zu sehen.

Ich möchte in diesem Posting etwas ungewöhnliches machen und eine kurze Rezension zum neuen Konzertfilm U2 3D schreiben, den ich heute in einer Pressevorführung erleben durfte und der am 13. März deutschlandweit in den 3D IMAX-Kinos

Die weltweit bekannte Band um Leadsinger Bono hat bei Auftritten in Südamerika im Rahmen der Vertigo-Tour die Kamera mitlaufen lassen. Das allein ist noch nichts Neues.
Da es sich um spezielle Kameras handelte, sind 3D-Bilder entstanden, die das Publikum in dem rund 90 Minuten dauernden Mitschnitt dank der Brillen und des tollen Sounds im IMAX-Kino hautnah dabei sein lassen, wenn U2 ihre besten Songs, darunter “One”, “With or Without You”, “Where The Streets Have No Name” oder “Sunday Bloody Sunday” vor einer gigantischen Menschenmenge präsentieren.

Dank der innovativen Filmtechnik möchte man am liebsten mitklatschen und mitsingen, wenn die Fans begeistert ihre Handy in die Höhe reißen und mit Bono im Chor singen.
Immer wieder wechselt die Perspektive mitten ins Publikum und man kann seinen Vordermann im Kino nicht mehr von den Konzertbesuchern unterscheiden.
Es ist, als würde man live beim Gig dabei sein, nur ohne den Schweiß und die anderen Besucher die einem im Takt auf die Füße treten.

Anstatt sich also mit typischen Konzertproblemen herumzuschlagen kann man sich komplett auf die grandiose Musik von Bono, The Edge, Adam Clayton und Larry Mullen konzentrieren, denen man auf der knapp 600 Quadratmeter großen Leinwand durch die 3D-Brillen zum Greifen nahe kommt. U2 3D gibt wahren U2-Fans, die die Vertigo Tour verpasst haben oder aus anderen Gründen nicht dabei waren, die Möglichkeit, die irische Band fast schon übernatürlich nah zu erleben, und das noch dazu relativ günstig. DerFilm hilft beim Geldsparen. Immerhin sind die Tickets für ein U2-Konzert dann doch nicht die günstigsten und für das Kinoticket bekommt man eine absolut geniale 90-Minuten-Show geboten, die einem Live-Konzert kaum mehr nachsteht.

Leider gibt es im Kino der Zukunft, als das man das 3D-IMAX-Kino am Potsdamer Platz durchaus bezeichnen kann, keinen Vorspulbutton. Den würde man nämlich am liebsten manchmal drücken, wenn Messias Bono zwischendurch immer wieder seine Weltretter-Sprüche loslässt.
Wir haben es schon verstanden Herr Bono, nur gemeinsam können wir die Welt vor dem Untergang retten. Ein paar Kinotickets für diese Botschaft zu verkaufen, wäre ihm aber vermutlich doch ganz recht.

Ignoriert man die platten Messages zwischen den Songs, bietet U2 3D ein bisher nicht dagewesenes Erlebnis, das man sich nicht nur als U2-Fan auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Zum Abschluss hab ich hier noch das U2 3D Widget mit dem offiziellen Trailer zum Film und einem versteckten Easter Egg.

Klickt mal in der linken oberen Ecke etwa drei Sekunden mit der linken Maustaste, dann erscheint eine Eingabemaske.
Gibt man dort den Code “u23d” ein, bekommt man eine zusätzlichen Clip zum Film, genauer gesagt ein Interview mit dem U2-Bassisten Adam Clayton.

Weitere Informationen zum Film gibt es übrigens auf dem offiziellen Weblog.

In der Pressemappe ist übrigens ein interessantes Zitat der Online-Plattform The Star.com zu lesen: “This is the future of concert films”
Ich gehe einen Schritt weiter und behaupte: “This is the future of concerts at all”
In Zukunft werden 3D-Live-Streamings von Konzerten in IMAX-Kinosäle möglich werden, die einem weltweiten Publikum die Möglichkeit geben, an einem Gig von U2, Madonna, Pearl Jam, den Rolling Stones oder anderen Pop- und Rockgiganten quasi live und hautnah teilzunehmen, obwohl man sich womöglich am anderen Ende der Welt befindet.
Projekt wie Cinegrid, die an High-End Streams von Filmmaterial arbeiten, zeigen, dass wir uns auf dem besten Weg zu einer solchen Zukunft befinden.

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3D – Was Games können, kann Film schon lange

Dienstag, 26. Februar 2008

Die dritte Dimension war besonders in der Unterhaltungsbranche schon immer etwas Faszinierendes. Die Simulation von Räumlichkeit hat es in der Filmbranche erstmals bereits in den 50er Jahren gegeben, als 3D-Kurzfilme in ausgewählten Kinos gezeigt wurden. Durchsetzen konnte sich das dreidimensionale Kino allerdings selbst beim zweiten und dritten Anlauf in den 80er und 90er Jahren nicht.

In-Three Screenshot

Eine Gruppe der größten Hollywood-Regisseure aller Zeiten hat sich vereinigt, um ein weiteres Mal zu versuchen, das Kino auf seine nächste Stufe zu heben. George Lucas, James Cameron und Peter Jackson gründeten 2007 das Unternehmen In-Three. Ziel ist es, Kinofilme in Zukunft in 3D zeigen zu können, ohne dass ungemütliche Brillen gebraucht werden. Die dazu eigens entwickelte Software konvertiert aufgenommenes 2D-Filmmaterial und verleiht ihm eine dritte Dimension. Mit den Produktionen Beowulf (Start: November 2007) und James Camerons Avatar (geplanter Start: 2009) wartet man bereits gespannt auf die neue Generation des Kinofilms und vor allem darauf, ob der 3D-Standard in Games dazu geführt hat, dass auch Filme in Zukunft in räumlichen Bildern gezeigt werden.