Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

User Generated Content 2.0

Mittwoch, 29. April 2009

Dass Augmented Reality the next big thing ist, bin ich mir ziemlich sicher.
Aus diesem Grund bin ich auch ziemlich fasziniert von einer Anwendung namens Living Sasquatch (bedeutet so viel wie lebendiger Big Foot)

Das Video zeigt sehr gut, worum es geht

Während die meisten der bisherigen AR Anwendungen nicht veränderbare Inhalte wie 3D-Modelle oder einfache AV Dateien nutzten, wird es hier möglich dem 3D-Yeti Bewegungen und schriftlichen Content zuzuordnen.
Eine tolle Idee, die sich nicht nur für Filmproduktionszwecke im Amateurbereich anbietet, sondern auch zum Beispiel als Promotiontool für Kampagnen, in denen User Generated Content auf einem anderen Level entstehen soll.

Einfach mitspielen

Mittwoch, 08. April 2009

Haben Sie schon einmal etwas von der Firma Micromovie gehört? Nein? Na dann wird es Zeit!

Das Unternehmen ermöglicht nämlich eine völlig neue Form der Partizipation für Fans von TV-Serien und anderen Bewegtbildinhalten.

Mit einer komplexen, vom Fraunhofer Institut entwickelten Technologie wird es möglich, mit nur wenigen Klicks als Figur in Filmen und TV-Shows teilzunehmen und den individuellen Clip anschließend über alle erdenklichen Distributionsplattformen an Freunde weiterzuleiten.

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In der breiten Öffentlichkeit ist Micromovie vor allem durch die Kooperation mit dem ZDF bekannt geworden.
Unter dem Titel “Telenovela2Go” wurde ein Projekt gestartet, welches es dem Publikum eine Woche nach Start der neuen ZDF-Telenovela “Alisa – Folge deinem Herzen” ermöglicht, unter www.alisa.zdf.de selbst zu Protagonisten von “Alisa” zu werden.

Notwendig ist ein digitales Portraitfoto, das Nutzer mit wenigen Maus-Klicks hochladen können. Sie bekommen daraufhin ihren eigenen personalisierten Mitarbeiterausweis von Alisas Arbeitgeber “Castellhoff-Optik”. Eine der Figuren der Internet-Telenovela erhält die Gesichtszüge des Users und nimmt nun an dem fiktionalen Geschehen teil. Vom Zuschauer gelenkt, hilft die Figur Alisa aus einer
heiklen Situation zu retten.
Die Erinnerungen an dieses personalisierte Erlebnis können die Fans mit Freunden teilen und den Video-Clip weiterschicken. Damit entstehen “Filme zum Mitnehmen“ – die “Telenovela To Go“.

Games streamen wie Spielfilme

Montag, 30. März 2009

Letzte Woche ging ein Aufschrei durch die Gaming-Branche. Bei der Game Developers Conference in San Francisco stellte das kalifornische Unternehmen OnLive Inc. seinen Service vor.

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Mit dem in den letzten sieben Jahren entwickelten Kompressionsverfahren wird es möglich, Videospiele wie Spielfilme über das Netz zu streamen, und das ruckelfrei.

Bei der GDC demonstrierte Onlive seinen Dienst mit dem Spiel “Crysis”, der bisher nur für den PC erhältlich ist, auf einem Laptop sowie auf einem Fernseher mit Online-Anschluss.

Besonders für Konsolenhersteller ist Onlive eine sehr große Konkurrenz, da Spielhersteller wie Electronic Arts, Take Two und Eidos bereits Interesse an einem zusätzlichen Vertrieb über Stream angemeldet haben.

Kreiere deinen eigenen Avatar Surrogate

Dienstag, 10. März 2009

Im September 2009 soll der Film Surrogate in die Kinos kommen.
In dem Film geht es darum, dass Menschen nur noch virtuelle über ihre Avatare, die im Film Surrogates heißen, kommunizieren.

Passend zu diesem Plot hat sich Touchstone Pictures in den USA eine Aktion ausgedacht und umgesetzt. Auf http://www.chooseyoursurrogate.com/ können die User ihre eigenen Fotos hochladen und daraus animierte Avatare generieren lassen, die dann für diverse Aktionen eingesetzt werden können.

Nachtrag: Die Aktion auf dieser Seite war nur kurz aktiv und ist nun leider nicht mehr online.

So kann man sie dann auf Profilseiten in Social Networks einbinden. Obwohl das Gesicht auf einem Foto basiert, ist es bewegt, und es können Hautfarbe, Alter und Mimik beeinflusst werden.

3D Promotion ist zwar nicht immer der coolste Weg, um einen Film zu promoten, was derzeit vor allem an den immer noch nicht wirklich guten technischen Mitteln liegt. Dennoch finde ich die Aktion in Anbetracht des Films super.

So sehen Cinematic Games aus

Mittwoch, 04. März 2009

Bereits vor knapp zwei Wochen, am 18. Februar, hielt ich beim Kongress “Kino der Zukunft” einen Vortrag an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg.

Mein Vorredner war der Unternehmensberater Teut Weidemann, der ein absoluter Insider im Bereich Gaming ist, und einige interessante Details und Anekdoten zum Thema Konvergenz zwischen Film- und Gaming-Branche preisgab.

Das wohl beeindruckendste an seinem Vortrag war das Video, das die leistungsstärke der neuen Ruby-Version demonstriert.

So sollen laut Weidemann schon in naher Zukunft Games aussehen. Wenn jetzt noch die Bewegung des Avatars menschlicher werden, ist aus meiner Sicht tatsächlich kein Unterschied zwischen Realität und Fiktion mehr erkennbar.
Dank der ständig steigenden Rechenleistungen moderner Prozessoren wird Rapid Prototyping, also die schnelle Produktion eines Dummys für ein Computerspiel, schon in absehbarer Zukunft Realität werden.
Damit wird dann vermutlich auch der Know How Transfer von Game zu Film ansteigen. Bisher ist es vor allem die Filmbranche, die ihr Know How in der Produktion vor allem aber in der Dramturgie auf die Gaming-Branche überträgt.
Speziell wenn es um die Dramaturgie geht, besteht auch laut Weidemann nämlich noch Aufholbedarf in der Gaming-Industrie.

Spielerisches Marketing mit ARGs – Ein Gastbeitrag

Donnerstag, 19. Februar 2009

Es ist mal wieder so weit.
Am 18. Februar ist in der österreichischen Fachzeitung medianet mein Gastbeitrag zum Thema Marketing mit Alternate Reality Games unter dem Titel “Spielerisches Marketing” erschienen.
Viel Spaß beim Lesen.
Das PDF gibt es hier.

Das Projektuniversum zum Film

Montag, 16. Februar 2009

In einem Interview mit dem österreichischen Portal Futurezone hat folgende Aussage von Lance Weiler (von Seize the Media) meine Aufmerksamkeit erregt:

HIM” ist eine Kreuzung aus Film, Game und einer Mischung von Technologie und Design. Der Film steht dabei immer noch im Zentrum, aber rundherum schaffe ich ein ganzes Projektuniversum

Der junge Filmproduzent, dessen Erstlingswerk The Last Broadcast ich mir damals in einer Box mit The Blair Witch Project gekauft habe, hat ein neues Projekt gestartet, das er selbst als Transmedia-Projekt bezeichnet.
Transmedialität ist ein neuer alter Begriff, hinter dem sich jedoch aus meiner Sicht nicht mehr verbirgt als ein Alternate Reality Game mit Horrorelementen. In der Definition der Futurezone beinhaltet ein Transmedia Projekt wie HIM ein ARG, allerdings wird dann nur von einem Offline-ARG gesprochen, was ja nicht dem klassischen Ansatz eines Alternate Reality Games entspricht.

Die zentrale Ausgangsüberlegung:
“Wie kann ich eine Geschichte über mehrere Screens und verschiedene technische Geräte transportieren? Und wie kann ich dem Publikum dabei unterschiedliche Ein- und Ausstiegspunkte anbieten? Neben dem Kinofilm finden andere Storyelemente auf der Spielkonsole im eigenen Wohnzimmer statt. Es gibt Storyteile, die über das Mobiltelefon kommuniziert werden, und Online-Elemente.”

Laut Weiler, der sich als Produzent und Creative Mind hinter dem Projekt bezeichnet, hat das Spiel schon begonnen, obwohl noch nicht einmal mit der Produktion des Films begonnen wurde.
Lohnt sich auf jeden Fall, weiterhin ein Auge darauf zu werfen, besonders der Kinofilm dürfte spannend werden.

Ein Film, den jeder anderes sieht

Montag, 16. Februar 2009

Als Naked Cinema wird Sally Potters neuester Film bezeichnet. Rage ist ein Film, der auf die Grundzüge des Schauspiels und des Dialogs Monlogs reduziert ist und keinerlei Spezialeffekte nutzt.
Stattdessen sieht man Schauspielgrößen wie Jude Law, Steve Buscemi, Judi Denchoder Eddie Izzard vor der Kamera. Im Hintergrund nichts außer einer einfärbigen Wand.

Rage ist dennoch speziell, denn anders als bei gewöhnlichen Filmen, sieht jeder Mensch die Story anders. Die Rahmenhandlung, bei einer Modenschau passieren mehrere mysteriöse Morde, wird nur angedeutet und passiert tatsächlich im Audio-Off. Die Erklärung für die Interviews, in denen die einzelnen Charaktere ihre Sicht der Dinge schildern wird über den nicht sichtbaren Kameramann Michelangelo geliefert. Er ist ein Teenager, der mit seiner Handykamera eine Art Dokumentation über die Modebranche dreht und diese in Minisodes auf seinem nicht genannten Weblog veröffentlicht. Dass er dabei tiefer als gewollt in den Dschungel aus Oberflächlichkeit, Verlogenheit, Hass und Neid eintaucht, wird erst nach und nach klar.

Das Werk sorgte bei der Berlinale für gemischte Reaktionen. Auch bei der Publikumspräsentation am Sonntag verließen äußerst viele Leute während des Films den Saal.
Ich kann das nicht so recht verstehen, denn in Wirklichkeit ist Rage in eine Reihe zu stellen mit Akira Kurosawas Meisterwerk über die Lüge und die Wahrheit Rashomon und Lars von Triers minimalistisches Drama Dogville, in dem sämtliche Requisiten nur angedeutet werden.

Der Film erzeugt bei jedem Menschen, der sich auf die Geschichte und die Grundstruktur einlässt, ein anderes Bild. Möglich wird dies vor allem durch die sehr intensiv agierenden Schauspieler, die zumindest bei mir ein klares Bild von den Ereignissen abseits des Sichtbaren erzeugten und so einen Effekt erzielten, den ich so noch nicht bei modernen Filmen bemerkt habe:
Ich bekam etwas Individuelles zu sehen.

Natürlich wirkt Rage auf mich auch aufgrund seiner Thematik, einer eindeutigen Kritik an der Oberflächlichkeit der Modebranche, ausgedrückt durch die Augen und den Mund eines Jugendlichen, der durch sein Medium Web 2.0 plötzlich ungeahnte Macht über eine bisher übermächtige Industrie bekommt. Andererseits ist der Film auch eine Kritik am Web 2.0 und den Digital Natives von heute, die oberflächlicher nicht sein könnten. Alles muss in Snack Size angeboten werden, sonst sieht keiner mehr zu. Skandale müssen sein, denn nur so kann man Aufmerksamkeit generieren.

In gewisser Weise ist Rage so auch eine Kritik an all den Leuten, die den Kinosaal vor Ende des Films verlassen. Sie sind es nicht mehr gewöhnt, mit einer fremden Form von Kino konfrontiert zu werden, in der Aufmerksamkeit Voraussetzung dafür ist, um zu verstehen, was passiert. Schade, denn ich denke, dass genau das Format von Rage eine mögliche Antwort darauf ist, wie der Kinofilm von morgen auszusehen hat, denn jeder sieht diesen Film anders, so wie es seine Gedanken und vor allem seine Phantasie zulassen.

Interaktives Horror-Musikvideo

Donnerstag, 05. Februar 2009

Ein wenig gruselig ist es dann doch, das neue interaktive Musikvideo zur Single “Neuruppin” der deutschen Gruppe K.I.Z.

Zusammen mit der auf interaktive Fotografie spezialisierten Agentur Kubikfoto haben die Hip-Hoper von K.I.Z ein besonderes Musikvideo produziert. Das Video wird für den Zuschauer zum virtuellen Explorationsraum, in dem es ein gruseliges Haus in der Ego-Perspektive zu erkunden gilt. Neben den Musikern, die in den einzelnen Räumen versteckt sind und sich synchron zur Musik bewegen, gibt es in jedem Raum etwas Interessantes zu entdecken. Der Konsument hat durch die innovative Verbindung von Fotografie und Computertechnik die Möglichkeit, aktiv am Video seiner Idole zu partizipieren und kann sogar sein eigenes Bild in das Video hochladen.

Das Video gibt es unter www.kiz-neuruppin.de live zu erleben. Auf YouTube habe ich einen Screencast sowie das Making-Of dieses interessanten Beispiels für ein Musikvideo der Zukunft endeckt.

Unser Trendbook2010 bietet übrigens unter anderem auch nähere Informationen zum Thema Interaktiver Film.

Kinowerbung jetzt auch in 3D

Dienstag, 13. Januar 2009

Auf W&V Online habe ich gelesen, dass die Werbeweischer Gruppe in Deutschland ab Sommer 2009 in ausgewählten Lichtspielhäusern der UCI Kinokette auch die Kinowerbung in 3D anbietet.

Obwohl sich Deutschland damit sehr innovativ zeigt, ist es bereits etwa ein dreiviertel Jahr her, seit der erste Werbekunde in einem Kino dreidimensionale Werbung geschalten hat. Im April warb die Biermarke Superbock in Portugals 3D Kinos mit einem 3D-Spot.

Hier noch einige Zahlen, die ein früheres Posting zum Thema 3D Kinos in Deutschland ergänzen.
Die UCI-/Odeon-Gruppe (Marktführer in Europa) will laut W&V ihr Netzwerk digitaler Leinwände in Europa in den nächsten Monaten auf 111 Kinos erweitern. Ingesamt betreibt das Unternehmen europaweit 200 Häuser, wodurch mehr als die Hälfte der Häuser digitalisiert wird.

Unser Trendbook2010 bietet übrigens unter anderem auch nähere Informationen zum Thema 3D Kino.