Archiv für den Monat März 2009

Games streamen wie Spielfilme

Montag, 30. März 2009

Letzte Woche ging ein Aufschrei durch die Gaming-Branche. Bei der Game Developers Conference in San Francisco stellte das kalifornische Unternehmen OnLive Inc. seinen Service vor.

how_onlive_works

Mit dem in den letzten sieben Jahren entwickelten Kompressionsverfahren wird es möglich, Videospiele wie Spielfilme über das Netz zu streamen, und das ruckelfrei.

Bei der GDC demonstrierte Onlive seinen Dienst mit dem Spiel “Crysis”, der bisher nur für den PC erhältlich ist, auf einem Laptop sowie auf einem Fernseher mit Online-Anschluss.

Besonders für Konsolenhersteller ist Onlive eine sehr große Konkurrenz, da Spielhersteller wie Electronic Arts, Take Two und Eidos bereits Interesse an einem zusätzlichen Vertrieb über Stream angemeldet haben.

Kreiere deinen eigenen Avatar Surrogate

Dienstag, 10. März 2009

Im September 2009 soll der Film Surrogate in die Kinos kommen.
In dem Film geht es darum, dass Menschen nur noch virtuelle über ihre Avatare, die im Film Surrogates heißen, kommunizieren.

Passend zu diesem Plot hat sich Touchstone Pictures in den USA eine Aktion ausgedacht und umgesetzt. Auf http://www.chooseyoursurrogate.com/ können die User ihre eigenen Fotos hochladen und daraus animierte Avatare generieren lassen, die dann für diverse Aktionen eingesetzt werden können.

Nachtrag: Die Aktion auf dieser Seite war nur kurz aktiv und ist nun leider nicht mehr online.

So kann man sie dann auf Profilseiten in Social Networks einbinden. Obwohl das Gesicht auf einem Foto basiert, ist es bewegt, und es können Hautfarbe, Alter und Mimik beeinflusst werden.

3D Promotion ist zwar nicht immer der coolste Weg, um einen Film zu promoten, was derzeit vor allem an den immer noch nicht wirklich guten technischen Mitteln liegt. Dennoch finde ich die Aktion in Anbetracht des Films super.

So sehen Cinematic Games aus

Mittwoch, 04. März 2009

Bereits vor knapp zwei Wochen, am 18. Februar, hielt ich beim Kongress “Kino der Zukunft” einen Vortrag an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg.

Mein Vorredner war der Unternehmensberater Teut Weidemann, der ein absoluter Insider im Bereich Gaming ist, und einige interessante Details und Anekdoten zum Thema Konvergenz zwischen Film- und Gaming-Branche preisgab.

Das wohl beeindruckendste an seinem Vortrag war das Video, das die leistungsstärke der neuen Ruby-Version demonstriert.

So sollen laut Weidemann schon in naher Zukunft Games aussehen. Wenn jetzt noch die Bewegung des Avatars menschlicher werden, ist aus meiner Sicht tatsächlich kein Unterschied zwischen Realität und Fiktion mehr erkennbar.
Dank der ständig steigenden Rechenleistungen moderner Prozessoren wird Rapid Prototyping, also die schnelle Produktion eines Dummys für ein Computerspiel, schon in absehbarer Zukunft Realität werden.
Damit wird dann vermutlich auch der Know How Transfer von Game zu Film ansteigen. Bisher ist es vor allem die Filmbranche, die ihr Know How in der Produktion vor allem aber in der Dramturgie auf die Gaming-Branche überträgt.
Speziell wenn es um die Dramaturgie geht, besteht auch laut Weidemann nämlich noch Aufholbedarf in der Gaming-Industrie.