Archiv für den Monat Mai 2008

Grand Theft Auto IV ist der erfolgreichste Entertainment-Release aller Zeiten

Montag, 19. Mai 2008

GTA IV, die Geschichte des fiktiven Osteuropäers Nico Bellic, der in der erfundenen Stadt Liberty City seine kriminelle Vergangenheit hinter sich lassen möchte, bricht alle Rekorde in der Unterhaltungsbranche.

GTA IV

Das Cinematic Game wurde in den Wochen und Monaten vor dem Release multimedial so stark beworben, wie selten ein Spiel zuvor.
TV-Trailer waren auf allen Sendern zu sehen. Rockstar Games, die Spielschmiede hinter dem Titel, setzte auf Außenwerbung und Guerilla, Promotiondisziplinen, die man am Entertainmentsektor bisher lediglich von Film und Musik kannte.

Die offizielle Trailer sahen allesamt aus wie die für einen Film.
Kurz: Das Franchise GTA wurde erfolgreich um die Marke GTA IV erweitert.

Nun sind die offiziellen Daten zum Verkaufsstart am 29. April für XBox 360 und PlayStation 3 erschienen und schlugen ein, wie ein Meteorit.

Das Game ist mit rund 100 Millionen Dollar Produktionskosten das teuerste Videospiel aller Zeiten.
Über dreieinhalb Jahre dauerte die Entwicklung, an der über 1.000 Mitarbeiter bei Rockstar Games beteiligt waren. Filmisch gesprochen handelt es sich bei Grand Theft Auto IV also in allen Belangen um eine epische Blockbuster-Produktion.

Die hohen Kosten auch für das Marketing machten sich allerdings bereits am ersten Tag bezahlt, als innerhalb der ersten 24 Stunden 3,6 Mio. Kopien des Spiels über die weltweiten Ladentische gingen. 310 Mio. Dollar Einspielergebnis, davon können selbst Blockbuster-Filme wie “Spiderman 3″ (rund 60 Mio. Dollar am ersten Tag) nur träumen. Mit 170 Mio. Dollar liegt auch Halo 3, die Nummer zwei in dieser Kategorie, weit abgeschlagen zurück.
Interessant ist, dass auch das Medium Buch in der Kategorie Fastest Selling Entertainment Product in 24 Hours relativ weit vorne liegt. Harry Potter & The Deathly Hallows spülte bei seiner Markteinführung am ersten Tag etwa 220 Mio. Dollar ein.

Dieser Erfolg bringt dem Cinematic Game gleich mehrere Einträge in das Guinness Buch der Rekorde.

GTA IV ist:
- Biggest Entertainment Release of All-Time
- Highest Grossing Video Game in 24 Hours
- Highest Revenue Generated by an Entertainment Product in 24 Hours

Ich bin offiziell beeindruckt und gratuliere den Machern dieses offensichtlich grandiosen Spiels!

PS: Interessant wäre es zu wissen, wieviele Leute sich eine der beiden Next Generation Konsolen zulegen, nur um GTA IV spielen zu können. Ich bin auf jeden Fall auf den Geschmack gekommen und überlege stark.

Unser Trendbook2010 bietet übrigens unter anderem auch nähere Informationen zum Thema Cinematic Games.

Das User Generated Musikvideo der etwas anderen Art

Mittwoch, 07. Mai 2008

Ich bin ein echter Fan von Augmented Reality Anwendungen, da ich in Ihnen die Zukunft des mobilen Bewegtbildinhalts sehe.
Allgemein spielen 2D-Barcodes in Zukunft ganz sicherlich eine zentrale Nutzung im Medienverhalten der Allgemeinheit.

Besonders in UK gibt es seit geraumer Zeit einige interessante Anwendungen aus diesem Bereich.
Ein interessantes Einleitungsvideo für AR steht bereits seit längerem bei Youtube bereit.

O2 hat in England zur Eröffnung einer O2 World auf die Technologie von Inition zurückgegriffen, wie man in diesem Video sehen kann…

… und schließlich zieht nun auch die BBC und ihr Radio 1 nach und integriert Augmented Reality in eine Aktion mit dem Titel Band in Your Hand.

frat_ar_167.jpg

Was passiert nun genau?
Die Band The Fratellis stellt sich selbst virtuell zur Verfügung, komprimiert auf einem 2D Barcode. Zu sehen ist ein Videoclip mit der Band. Dieser wird jedoch erst sichtbar, wenn sich die User die Software auf den PC downloaden und ihre Webcam aktivieren.
Die Fans der Band können entweder den Clip passiv genießen oder sich selbst mit dem Code bzw. dem darin verschlüsselten Clip abfilmen und auf diese Weise ein User Generated Musikvideo der etwas anderen Art zu produzieren.

Ich bin offiziell beeindruckt!
Mit Film 3.0 hat dieser Case insofern etwas zu tun, da hier eine Technologie eingesetzt wird, die ein an sich linear und nicht interaktives Medium, nämlich das Musikvideo, aufbricht und die typische Erzählstruktur interaktiviert.

Unser Trendbook2010 bietet übrigens unter anderem auch nähere Informationen zu den Themen QR-Codes, Mobile Content und Film 3.0