Der Gaming-Ort Kino

Es gilt eigentlich als relativ sicher, dass das klassische Kino bzw. sein Geschäftsmodell im Zeitalter des digitalen Medienkosums (leider) nicht mehr lange bestehen wird.
Ian Pearson schreibt in einer seiner Timelines, die zukünftige Szenarien auf den verschiedensten Gebieten beschreibt, dass bereits in wenigen Jahren Kinos zusätzliche Einkünfte generieren werden, indem sie virtuelle Eintrittskarten an Besucher verkaufen, die über das Internet zusehen: “Cinemas gain extra revenue by alloving internet attendance”

Schon jetzt ist das Kino nicht mehr nur der Ort für Filmkonsum. So habe ich erfahren, dass zum Beispiel im Imax-Kino am Potsdamer Platz in Berlin einmal wöchentlich Fußballsessions stattfinden. Leute können sich Eintrittskarten kaufen und dann auf der großen Leinwand miterleben, wie zwei Parteien am virtuellen Fußballplatz gegeneinander spielen.

Cinegames

Neben Deutschland (zahlreiche Anbieter wie zum Beispiel Cinegamez) ist Cinegaming auch in Spanien bereits gut vertreten. Cinegames bietet ein einmaliges, multi-sensorisches Gaming-Erlebnis in riesigen Kinosälen an. Dazu wurden die regulären Kino-Sessel mit einzelnen Bildschirmen ausgestattet, an denen Besucher nun simultan am selben Spiel partizipieren können. Die große Leinwand zeigt währenddessen in Echtzeit Informationen wie Spieler-Status und Ranglisten an. Hinzu kommen hochauflösende Digital-Projektoren, vibrierende Sitze, Rauch und Laser-Lichter. Neben dem Angebot an verschiedenen Games für Hobbyspieler sowie Spielen für Schülergruppen oder Firmen-Events, bietet “Cinegames” vor dem Gaming-Start zusätzlich Werbe-Games und Contests an, um die Teilnehmer bei Laune zu halten.

Volvo Social Game

Volvo nahm den Spieletrend im Kino für eine Kinowerbung der etwas anderen Art auf und warb mit einem Social Game in britischen Kinos.

Anstatt einen klassischen Werbespot zu buchen, ließ das Unternehmen Kameras in 13 Kinosälen landesweit anbringen und forderte das Publikum zum Mitmachen auf. Mit vereinten Kräften und möglichst synchronen Armbewegungen die von der Kamera getrackt wurden, lenkten die Leute ein Auto durch einen Parcours. Für jenes Kinopublikum, dass die meisten Punkte sammelte, gab es gratis Kinotickets.

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